Logo

Dr. med. Michael Kemmerich


Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Nibelungenstr.7 - 82110 Germering
Tel. 089 84 65 58 - Fax. 089 89 49 76 5

Psychotherapie psychotherapeutisches Angebot von Dr. Kemmerich, Psychiater und Psychotherapeut
Psychiatrie Psychotherapie

Was ist Psychotherapie?

"Psychotherapie" bezeichnet Behandlungsverfahren für seelische Erkrankungen und/oder Verhaltensstörungen mit Hilfe wissenschaftlich-psychotherapeutischer Methoden. Ziel einer Psychotherapie ist es, bestehende Symptome zu beseitigen oder zumindest zu lindern. Darüber hinaus können gestörte Verhaltensweisen und Einstellungen geändert und die psychische Reifung, Entwicklung und Gesundheit des Behandelten gefördert werden. Psychotherapie ist nicht nur etwas für "seelisch Kranke", sie kann auch ein Weg zur Persönlichkeitsbildung für "normale" Menschen sein.

Im Gegensatz zu psychiatrischen Krankheiten, welche klar definiert sind, ist der Übergang zwischen seelisch "normalen" und seelisch "kranken" Menschen fließend. Völlige seelische Gesundheit ist ein Ideal, dem ein ganzes Leben lang entgegengestrebt werden kann und welches aufgrund geänderter Lebensumstände auch immer wieder neu definiert werden muss. Seelische Gesundheit ist auch eine Lebensaufgabe, der man sich täglich aufs neue stellen kann. Ob eine behandlungsbedürftige seelische Krankheit oder Störung vorliegt, entscheidet der Behandler bzw. ein Gutachter der (gesetzlichen) Krankenkassen (siehe unten).

Ein Arzt oder auch ein Psychologe kann erst nach einer langjährigen allgemeinen und speziellen Ausbildung psychotherapeutisch tätig werden. Um eine Psychotherapie-Ausbildung für Erwachsene absolvieren zu dürfen, ist ein abgeschlossenes Studium der Medizin oder der Psychologie erforderlich. Die Ausbildung in Psychotherapie erfolgt theoretisch und praktisch und dauert nach Studienabschluss ca. drei bis fünf Jahre.



Was ist tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie?

"Als tiefenpsychologisch, tiefenpsychologisch fundiert, analytisch orientiert oder psychodynamisch werden Behandlungsverfahren bezeichnet, welche die Persönlichkeits- und Krankheitstheorie der Psychoanalyse zugrunde legen, in der Technik jedoch sehr weitgehend von der psychoanalytischen Methode abweichen können oder eigene Methoden entwickelt haben" (Ermann, Michael: Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin. 1997, 2. Auflage. Stuttgart, S. 309).
Die tiefenpsychologisch fundierte Einzelbehandlung wird in der Regel mit einer Behandlungsstunde pro Woche -in besonders begründeten Fällen auch zwei Stunden pro Woche- im Sitzen durchgeführt. Ziel der genannten Heilbehandlungsverfahren ist es, Symptome und Beschwerden zu lösen bzw. zu mildern, Verhaltensweisen und Einstellungen zu ändern und die psychische Entwicklung und Reifung des Patienten zu fördern.
Die Übergänge zwischen psychischen Störungen und psychischer Gesundheit sind fließend. Psychische Gesundheit ist ein Idealzustand, dem jeder Mensch im Sinne einer ′Lebensaufgabe′ entgegenstreben kann.



Beantragung einer Psychotherapie

Eine psychotherapeutische Behandlung muss im Unterschied zu anderen körperlichen Behandlungen speziell bei den Krankenkassen beantragt werden:
Die Krankenkassen übernehmen ohne spezielle Beantragung die Kosten für 5 probatorische Sitzungen (Probesitzungen).
Diese sollen u.a. dem Behandler einen ersten Einblick gewähren in die aktuelle Symptomatik, in lebensgeschichtlich relevante Ereignisse, die zur Krankheit bzw. Störung führten, in die Krankheitsgeschichte selbst und in das intrapsychische Zusammenwirken zwischen bewusstem Erleben und unbewusst wirkenden Kräften.
Aufgrund dieser und weiterführender Daten und Informationen muss dann der Behandler einen ausführlichen schriftlichen und anonymisierten Antrag an einen von der Krankenkasse ausgewählten Gutachter schreiben. Dieser Gutachter befürwortet im günstigen Fall die Behandlung, er kann sie ggf. jedoch auch ablehnen.
Die Krankenkassen schließen sich in der Regel dem Votum des Gutachters an.
Für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie gelten i.d.R. folgende Bewilligungsschritte, die jeweils vom Behandler neu beantragt werden müssen:
Antrag auf Kurzzeittherapie: 25 Stunden + Antrag auf Fortführung der Therapie um weitere 25 Stunden. Oder:
Antrag auf Langzeittherapie: 50 Stunden.
Wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen, können weitere 30 Stunden beantragt werden bzw. besteht in begründeten Ausnahmefällen die Möglichkeit einer letzten Verlängerung um weitere 20 Stunden. Die Höchstgrenze genehmigter Stunden liegt bei tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie bei 100 Stunden.
Diese genannten Bewilligungsschritte gelten für gesetzliche Kassen.
Privatkassen übernehmen die Kosten für Psychotherapie in Abhängigkeit des abgeschlossenen Tarifs des Versicherten. Im Falle einer privaten Krankenversicherung ist es sinnvoll, die für den Versicherten geltenden Tarifbestimmungen durchzulesen und ggf. bei der Krankenversicherung nachzufragen.